Die Zuordnung von Mann und Frau
im Lauf der Heilsgeschichte

 

Es dürfte eigentlich niemanden verwundern, daß in der heutigen Zeit die meisten Menschen die biblische Forderung der Unterordnung der Frau ablehnen. Auch, daß viele gläubige Christen Schwierigkeiten haben mit den eindeutigen und unmißverständlichen Aussagen des Neuen Testaments, die den Lehr- und Leitungsdienst in der Gesamtgemeinde den Männern vorbehält (1. Kor. 14, 34/ 1. Tim. 2, 11 - 12), ist verständlich. Nicht mehr nachvollziehbar ist allerdings, daß diese Bibelstellen dann relativiert werden mit der Behauptung, sie seien zeitbedingt und daher für uns nicht mehr gültig. Oder es wird gelehrt, in der Gemeinde Jesu seien die Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufgehoben, denn "da ist nicht Mann und Frau; denn ihr seid einer in Christus Jesus" (Gal. 3, 28b). Das einzig Richtige an dieser Ansicht ist die Erkenntnis, daß auch Gottes Ordnungen für das Zueinander von Mann und Frau im Lauf der Heilsgeschichte gewisse Wandlungen erfahren haben.

Vor dem Sündenfall

Gott hat Mann und Frau als gleichwertig erschaffen, aber nicht als gleichrangig. Das läßt sich allerdings nicht aus der Bestimmung der Frau als Gehilfin bzw. Hilfe des Mannes ableiten (1. Ms. 2, 18), denn das so übersetzte hebräische Wort des Grundtextes wird nie in dem Sinne gebraucht, daß der Empfänger der Hilfe über dem Helfenden steht (oft wird mit diesem Ausdruck sogar Gott als unser Helfer bezeichnet: 2. Ms. 18, 4/ Ps. 33, 20/ 70, 6). Das Neue Testament leitet statt dessen die Unterordnung der Frau von folgenden Tatsachen ab, die auf die Zeit vor dem Sündenfall zurückgehen: